Der 13. August 2002. Ein Datum, das sich tief in das Gedächtnis unserer Stadt eingebrannt hat – und, ganz ehrlich, auch in mein eigenes Herz.
- Matthias Berger
- 14. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Wenn ich an diese Tage vor mehr als zwei Jahrzehnten zurückdenke, schießt mir noch immer die Gänsehaut über den Rücken. Die Wassermassen der Mulde, die unerbittlich durch unsere historische Altstadt strömten. Die Zerstörung, die Verzweiflung, die Stille nach der Katastrophe. Für einen Moment schien es, als stünde Grimma vor den Trümmern seiner Existenz.
Aber was dann geschah, hat mich geprägt wie nichts anderes in meinem Leben.
Anstatt aufzugeben, haben die Menschen angepackt. Schaufel für Schaufel, Straße für Straße. Wir haben nicht gefragt, wer schuld war, sondern wer Hilfe brauchte. Die Welle der Hilfsbereitschaft – von unseren eigenen Bürgerinnen und Bürgern, von Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW, der Polizei, des DRK und von tausenden freiwilligen Helfern aus ganz Deutschland – war überwältigend.
Mein tiefster, herzlichster Dank gilt heute – auch mehr als 20 Jahre später – jedem Einzelnen von euch:
Ameisenhaft, unermüdlich und voller Zusammenhalt habt ihr Grimma wieder aufgebaut. Ihr habt gezeigt, was unsere Heimatstadt im Kern ausmacht: Steht das Wasser bis zum Hals, rücken wir näher zusammen.
Wenn wir heute durch unser schönes, erblühtes Grimma gehen, sehen wir nicht mehr nur die Spuren der Katastrophe, sondern das Ergebnis von Mut, Durchhaltevermögen und echter Gemeinschaft. Wir haben einen Hochwasserschutz geschaffen, der uns heute Sicherheit gibt, und eine Stadt, die lebendiger ist denn je.
Die Erinnerung an August 2002 bleibt wehmütig – aber der Blick nach vorne ist voller Hoffnung und Zuversicht. Egal, was die Zukunft bringt: Ich weiß, dass Grimma jede Herausforderung meistern kann, solange dieser unerschütterliche Geist der Hilfsbereitschaft in unseren Herzen wohnt.
Danke Grimma! ❤️
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